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Isgaard. Naked (Art of Music/Flat Earth Music/2014)

»Naked« (Art of Music/Flat Earth Music/2014) ist das 5. Studioalbum von Isgaard. Darauf befinden sich elf Stücke. Hinter dem Namen steht zu allererst die überragende Sängerin Isgaard, dann aber ihr langjähriger Produzent und Mitmusiker Jens Lück, der wieder für einen klaren, ansprechenden Sound gesorgt hat. Die Texte erzählen mal kritisch über die Finanzwelt und die Konsumgesellschaft, mal persönlich nachdenklich über subjektive Erfahrungen. Sie sind dankenswerter Weise im schönen Booklet abgedruckt. Die Stücke beginnen meistens mit einem kleinen Soundschnippsel, einer Telfonrufzeichen in »Overflow Part 1« oder einer Kinderspieluhr, bzw. Tischvibraphon, in »Overflow Part 2«. Die Stücke sind zum Teil leicht bombastisch, anderseits sehr elegisch, was in erster Hinsicht an der Sängerin liegt. In gewisser Weise ist der Song »Break the Deal« für mich ein kleiner Hit, obwohl es der Band zu wider ist, sich am Mainstream zu orientieren. Tolle Melodie und starke Stimme. Neben Lead- und Backinvocals kommen Piano, Keyboards, Drums und Percussion, alle von Jens Lück gespielt, zum Einsatz, als zusätzliche Instrumente, teils von Gästen eingespielt, Gitarren, Violine, Viola, Violonchello, Flöten und Rercordings. Ein durchgängig gutes, sehr eigenes Album, was etwas Zeit fordert. Stark im Sound und hervorragend arrangiert. www.isgard.com.

Karl.
 
 
 
 
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Annuluk. »Ushna« (Kick The Flame/Broken Silence)


Annuluk ist ein junges Bandkollektiv, das im April ihr erstes Album namens »Ushna« (Kick The Flame/Broken Silence) veröffentlicht hat. Dabei verbinden Ushna sphärischen Sound, eine schnarrende indische Shrutibox, elektronische Samples, westafrikanische Polyrhythmik, Elemente aus Flamenco und Jazz, Dubbeats, poetische Texte und magische Vokals der Sängerin Miša, die sämtliche Stücke auf diesem Debütalbum komponiert hat. Gegensätze sind der Leitsatz der Band - »zwischen Mutterliebe und Koketterie, Vertrautheit und Nähe, Entfernung und Widerspenstigkeit, höchster Erregung und leisester Vorahnung«. Ihre musikalischen Vorbilder sind Mari Boine, Voix Bulgares, Björk oder Massive Attack. Ein virtuoses Debütalbum, fein im Klang.

Karl.